.png)
Bezahlung:



Lieferung:


Wolfgang Rihm
Rihm: Verwandlung, für Orchester
UE32640
Ausgabeart: Studienpartitur (Sonderanfertigung)
Format: 297 x 210 mm
Seiten: 36
Bezahlung:



Lieferung:


Beschreibung
Verwandlung ist die einzige aus der Vierer-Serie, die nicht dem Auftraggeber oder den Ausführenden gewidmet wurde sondern einem Kollegen aus der Väter-Generation: „Wilhelm Killmayer zum 75. Geburtstag“. Also einem Komponisten, der wegen seiner Unabhängigkeit von Zeitströmungen Rihm ein Vorbild war und dem er - entgegen vorherrschenden Einschätzungen – „genuine Radikalität“ bescheinigte, womit er zweifellos die radikale Enthaltung von avantgardistischen Moden meinte. Das Stück meditiert zunächst sechs Takte über den Ton g’’ und stößt mit der Hinzufügung eines f’’ ein Klanggeschehen an, das sich im Ausdrucksbereich eines weltschmerzlichen Wiener fin-de-siècle aufzuhalten scheint und eine deutliche motivische Vorliebe für die reine Quinte erkennen lässt. Frei formulierte, prosahafte, großbögige melodische Gestalten (Solovioline, die auffällig bevorzugte Oboe, Trompete) schließen sich an, verstricken sich in wildwüchsige Kontrapunkte. Sie münden in zunehmend hektische Rotationen der Klarinetten und zwei Krisen-Takte (92, 93), die aus dem Vokabular von Mahlers Spätwerk zitieren.
Sieben Beruhigungstakten folgt ein Formteil, der heitere Flötenterzen und Schlagzeug-Impulse ins Spiel bringt und bei der weiteren Entwicklung letztere obsiegen lässt: Klavier, Pauken und Perkussion schlagen mit einem weiteren Mahler-Topos, einem Marsch, eine gewaltige Schneise ins sinfonische Geschehen. Aus dem fälligen Zusammenbruch formieren sich Klanggesten und Motivsplitter des Eröffnungsteils, können aber keine kohärente Gestalt mehr annehmen.
Rainer Peters
Mehr Informationen
Ausgabeart: Studienpartitur (Sonderanfertigung)
Format: 297 x 210 mm
Seiten: 36