

Konstantia Gourzi
Aiolos Wind
Dauer: 8'
Solisten:
piano
Aiolos Wind
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Werkeinführung
Anmerkungen der Komponistin
Aiolos (oder Aeolus) war in der griechischen Mythologie der König der Winde, der die stürmischen Personifikationen dieser Winde, die Anemoi Thuellai, tief im Herzen der schwimmenden Insel Aiolia eingeschlossen hielt. Homers Windgott Aiolos weist einige Ähnlichkeiten zu Hesiods Uranos auf. Beide werden als Väter von sechs Söhnen und sechs Töchtern beschrieben, die die stürmischen Winde hinter einer Schwelle aus Bronze gefangen hielten.
Die Komposition Aiolos Wind ist wie eine Skizze, eine Art Tagebuch, das von der griechischen Mythologie inspiriert ist. Es handelt sich um sechs Miniaturen, die gleichzeitig Frage und Antwort, Anfang und Ende sind. Die sechs Stücke sind sechs verschiedenen Menschen gewidmet, die mich inspiriert haben und in einer bestimmten Zeit meines Lebens eine wichtige Rolle spielten. Ihre Energie hat mich lange begleitet und tut es immer noch.
Jedes Stück beinhaltet eine besondere Klangfarbe oder eine Aktion: Hommage à Helmut Lachenmann ist eine Klang-Parodie des Klaviers. Hommage à György Kurtág erinnert noch mehr als die anderen fünf Stücke an eine kleine geschlossene Komposition. Hommage à Peter Raue hat Rhythmus und Akzente als Schwerpunkt, Hommage à Claudio Abbado weist eine extreme Sensibilität und Feinheit in der Melodie auf, die im Flügel gespielt wird. Hommage à Daniel Barenboim behandelt eine „romantische“ Emphase, während die Hommage à Dieter Rexroth leicht, eher jazzig und rhythmisch klingt.