

Richard Wagner
Das Rheingold
Kurz-Instrumentierung: 2 2 2 2 - 4 2 4 0 - Schl(2), Hf, Str(12 10 8 6 5)
Dauer: 140'
Bearbeitet von: Eberhard Kloke
Solisten:
11 Soli (siehe Rollen)
Rollen:
Woglinde (auch Freia)
Sopran Wellgunde
Sopran Floßhilde
Mezzosopran Fricka
Mezzosopran Freia (auch Woglinde)
Sopran Erda
Mezzosopran Loge
Tenor Froh (auch Mime)
Tenor Wotan
Bariton Donner (auch Fasolt)
Bariton Mime (auch Froh)
Tenor Alberich
Bariton Fasolt (auch Donner)
Bariton Fafner
Bass
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte (+Picc)
2. Flöte (+Picc
Afl(G))
1. Oboe (+Eh)
2. Oboe (+Eh
Hph ad lib)
1. Klarinette in B, A (+Bkl(B))
2. Klarinette in B, A (+Bkl(B)
KbKl(B) ad lib)
1. Fagott
2. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F (+Wgtb in B)
2. Horn in F (+Wgtb in B)
3. Horn in F (+Wgtb in F)
4. Horn in F (+Wgtb in F)
1. Trompete in C
2. Trompete in C
1. Tenorbassposaune (+Btrp in C ad lib)
2. Tenorbassposaune
3. Tenorbassposaune (+Kbpos ad lib)
Kontrabassposaune (+Cimbasso ad lib)
Pauken
Schlagzeug (1)
Harfe
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Bühnenmusik: Ambosse (Audiofile)
Wagner - Das Rheingold für mittelgroßes Orchester
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Werkeinführung
Die Besetzung der Transkription ist auf die Stärke eines mittelgroßen Orchesters ausgerichtet. Im Zuge der Bearbeitung wurden die Klangfarben des Orchesters durch Ausdifferenzierung innerhalb des historisch vorgegebenen Spektrums und durch Einführung neuer Instrumente erweitert und „modernisiert“. Es wurde sowohl eine Erweiterung als auch Verdichtung des Klanges angestrebt, zumal die Ring-typischen Instrumente wie Wagnertuba, Basstrompete und Kontrabassposaune selbstverständlich beibehalten wurden. Den neu eingeführten Instrumenten Altflöte, Heckelphon, Kontrabassklarinette, Kontrafagott und Cimbasso (als Bindeglied zu Tuben und Posaunen) wird besondere Bedeutung als zusätzliche dramatisch-psychologische Klangträger zuteil.
Auf folgende orthografische Besonderheit sei noch hingewiesen: Die Notation einiger transponierender Instrumente – Hörner, Wagnertuben, Trompeten und Basstrompete – befindet sich in Wagners Rheingold offenbar noch im experimentellen Stadium. Wagner notierte diese transponierenden Instrumente inkonsequent und verwendete in gewissen Abschnitten regelrechte Tonartenvorzeichen, während er in anderen Teilen diese Vorzeichen wegließ und Akzidenzien vor die einzelnen Noten setzte. Die Partitur der vorliegenden Transkription behält diese Eigenart bei, denn es ist nicht auszuschließen, dass die Notation auch einen gewissen symbolischen Charakter hat.
Wagner verwendet zum Beispiel Tonartvorzeichen etwa im Umfeld von Walhall. Es scheint so, als wäre die „Unschuld“ der Naturinstrumente nach dem Fluch durch Alberich verloren gegangen, die Instrumente werden durch Vorzeichen „geerdet“.
Im Schlusstableau der vierten Szene schlüpfen alle instrumentalen Klangträger gleichsam unter die schützende Decke der Apotheose in Es-Dur (mit Vorzeichen). Verzichtet wird jedoch auf die Vorzeichen in der Einleitung (Ur-Naturszene), in der die transponierenden Instrumente in ihrem Urzustand den „Naturklang“ symbolisieren.
Besetzung Rheingold
Auf die konkrete Stimmfachbezeichnung wurde verzichtet, da mir dieser Bearbeitung das Werk auch mit leichteren Stimmen – nicht speziell auf hochdramatisch bezogene Fächer tradierter Art – besetzt werden kann.
Woglinde (Freia)*: Sopran
Wellgunde: Sopran
Floßhilde: Mezzosopran
Fricka: Mezzosopran
Freia (Woglinde)*: Sopran
Erda: Mezzosopran
Loge: Tenor
Froh (Mime)*: Tenor
Wotan: Bariton
Donner (Fasolt)*: Bariton
Mime (Froh)*: Tenor
Alberich: Bariton
Fasolt (Donner)*: Bariton
Fafner: Bass
* Diese Rollen können gegebenenfalls von einer Person übernommen werden.
Die Bühnenmusik (Audio) zu Wagners Rheingold kann vom Verlag leihweise zur Verfügung gestellt werden.
Orchester-Besetzung: 54 Instrumentalisten/Innen
Eberhard Kloke