

Walter Braunfels
Der Traum ein Leben
Kurz-Instrumentierung: 3 3 2 3 - 4 3 3 1 - 1. Horn (Bühnenmusik), 2. Horn (Bühnenmusik), 3. Horn (Bühnenmusik), Trompete (Bühnenmusik), Pk, Hf, Cel, Str
Libretto von: Walter Braunfels
Chor: Volk, Jäger - SATB
Rollen:
Rustan
ein junger Krieger
Tenor
Zanga
ein Mohr
sein Sklave
Bariton
Massud
ein reicher Landmann / Der König von Samarkand
im Traum
Bass
Mirza
seine Tochter / Gülnare
seine Tochter
im Traum
Sopran
der alte Kaleb
Tenor
Der Mann vom Felsen
sein Sohn
Sprechrolle
Karkhan
sein Neffe
Tenor
eine Alte
Alt
ein Kämmerer
Tenor
ein Hauptmann
Bariton
Genius des Traumes
Sopran
Genius des Bewusstseins
Sopran
Gefolge des Königs
Krieger
Gefangene
Instrumentierungsdetails:
kleine Flöte
1. Flöte
2. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Celesta
Harfe
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
1. Horn (Bühnenmusik)
2. Horn (Bühnenmusik)
3. Horn (Bühnenmusik)
Trompete (Bühnenmusik)
Braunfels - Der Traum ein Leben
Hörbeispiel
Werkeinführung
Die Oper wurde zwischen 1934 und 1937 komponiert, nachdem Braunfels seiner Position als Direktor der Kölner Musikhochschule enthoben und seine Kompositionen verboten worden waren. Er zog nach Bad Godesberg, dann nach Überlingen am Bodensee und verbrachte dort die Kriegsjahre. In dieser Zeit schrieb er drei Opern, einen Kantaten-Zyklus und Kammermusik, hatte aber keinerlei Hoffnung mehr, diese Musik jemals aufgeführt zu erleben. Und tatsächlich fand die Uraufführung von Der Traum ein Leben erst 2001 in Regensburg statt. Das Libretto wurde nach dem dramatischen Märchen von Franz Grillparzer vom Komponisten verfasst.
Guido Johannes Rumstadt, dem das Verdienst der ersten szenischen Aufführung zukommt, kommentiert im Programmheft der Aufführung die Musik wie folgt: „Hört man Walter Braunfels’ Oper Der Traum ein Leben zum ersten Mal, so mag man über die Fülle von Anklängen, auch über die unverhüllte ,Schönheit‘ der Musik erstaunen. Befasst man sich näher mit dem Werk, so verschwindet der Vorwurf des Eklektizismus, da doch alle scheinbaren Anleihen, etwa bei Wagner, sehr in einen unverwechselbaren Personalstil verwandelt werden. Auf der Höhe der Zeit finden sich die Instrumentation und die oft filmische Härte der dramatischen Schnitte; hohltönend prachtvolle Phrasen werden entlarvt und in einem Schostakowitsch vorausnehmenden Stil ironisiert.“