

Andreas Pflüger
"Die Planeten" für Streichquartett
Dauer: 30'
Instrumentierungsdetails:
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
"Die Planeten" für Streichquartett
Übersetzung, Abdrucke und mehr

Andreas Pflüger
Die Planeten für StreichquartettAusgabeart: Dirigierpartitur

Andreas Pflüger
Viola ( Die Planeten für Streichquartett)Ausgabeart: Stimme

Andreas Pflüger
Violine I ( Die Planeten für Streichquartett)Ausgabeart: Stimme

Andreas Pflüger
Violine II ( Die Planeten für Streichquartett)Ausgabeart: Stimme

Andreas Pflüger
Violoncello ( Die Planeten für Streichquartett)Ausgabeart: Stimme
Musterseiten
Hörbeispiel
Werkeinführung
Gedanken zum Werk „Die Planeten“ für Streichquartett
Platon liess im zehnten Buch der Politeia den mythischen Erzähler Er berichten, die Urheberinnen der Sphärenharmonie seien acht Sirenen, mythische Gestalten, die den acht Sphären zugeordnet seien. Somit präsentierte Platon den Gedanken der Sphärenharmonie nicht als physikalische Hypothese, sondern in Gestalt eines
Mythos.
Gustav Mahler schrieb nach Beendung seiner achten Sinfonie: "Ich habe eben meine 8. vollendet. Es ist das Größte, was ich bis jetzt gemacht. Und so eigentlich in Inhalt und Form, dass sich darüber gar nicht schreiben lässt. Denken Sie sich, dass das Universum zu tönen und zu klingen beginnt. Es sind nicht mehr menschliche Stimmen, sondern Planeten und Sonnen, welche kreisen."
Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entsprechen die Planeten
Geisteszustände. Nach ihm steckt hinter dem Begriff der Sphärenharmonie eine reale, aber nicht sinnliche, sondern rein geistige Wahrnehmung die bei den dazu
Befähigten über das „geistige Ohr“ zugeordnet werden kann.
Er regte bereits 1920 den Bau von Streichinstrumenten aus den verschiedenen planetenzugeordneten Hölzern an.
Das bisher bekannteste Werk, das sich auf die (rein allegorischen) Eigenschaften der Planeten bezieht, hat wohl Gustav Holst mit seinem Orchesterwerk
„Die Planeten“ geschaffen.
Die Bedeutung und der Einfluss der Planeten auf die Menschen haben also seit der Antike auch immer wieder die Musiker fasziniert, denn ihre allegorischen Eigenschaften haben ein sehr grosses expressives, emotives, klangliches Potential und ermöglicht differenzierte Klangstrukturen und -Farben, so auch in meinem Streichquartett „Die Planeten“.
Es bezieht sich auf die mittelalterliche alchemistische Lehre über die Planeten und ihren geistigen Sphären.
Zum Stil der Komposition kann gesagt werden, dass er als postmodern bezeichnet werden kann, d.h. der variablen Handhabung der geeigneten Kompositionstechnik.
Ein besonderes Kriterium zur Schaffung dieses Werkes ist der Einbezug des ganz besonderen Klangs der von Rudolf Steiner angedachten und von Dr. Franz Thomastik nach diesen Anregungen gebauten Instrumente.
Form des Streichquartetts „Die Planeten“
Satz
Planet
Charakter
Metall nach
alchemistischer Lehre
Holzart
1
Saturn
ist die physische Grundlage, der Bringer des Alters, der Mystiker
Blei
Buche
2
Jupiter
Befreiung des Ichs, Überfluss und Glücksbringer
Zinn
Ahorn
3
Mars
Aggression, Tatkraft , Kriegsbringer,
Konfliktbewältiger
Eisen
Eiche
4
Sonne
Wachsen, Fortschritt, Wärme
Gold
Esche
5
Venus
Liebe, Sinnlichkeit, Emotion, Friedensbringerin
soziale Anmut
Kupfer
Birke
6
Merkur
das Herausführen aus dem Sinnesleben, der geflügelte Bote, der Heilbringer, er ermutigt die Menschen, sich gerecht zu verhalten
Quecksilber
Ulme
(Eberesche)
7
Mond
Festhalten am Alten, Erstarren, Bewahrung der Werte
Silber
Kirsche
Was braucht man, um dieses Werk aufzuführen?
Streichquartett (vl.1/Vl.2/Vla./Vc.)