
Henri Pousseur
Symphonies à quinze solistes
Kurz-Instrumentierung: 1 1 1 1 - 2 1 1 0 - Hf(2), Klav, StrQuart
Dauer: 13'
Instrumentierungsdetails:
Flöte
Oboe (+Eh)
Klarinette
Fagott
1. Horn in F
2. Horn in F
Trompete
Posaune
1. Harfe
2. Harfe
Klavier
1. Violine
2. Violine
Viola
Violoncello
Das Werk Symphonies à quinze solistes besteht aus sieben Stücken, in welchen die fünfzehn Ausführenden zu verschiedenen Zusammenspielen herangezogen werden. Sie sind in keinem der Sätze alle zusammen vorhanden. Die Anzahl, sowie die Klangfamilien[-] und Registerangehörigkeit der in jedem Satz spielenden Instrumente ist einem globalen Strukturprinzip unterworfen. Die formalen Anlagen jedes Stückes sind dann wieder durch ein jeweilig spezifisches Ausnutzen der Kombinationsmöglichkeiten zwischen den vorhandenen Instrumenten oder Instrumentengruppen bedingt.
Die Komposition dieses Werkes erfolgte gleichzeitig mit dem Anfang einer Reflexion über Weberns harmonische Tonsprache, insbesondere seiner singulären Chromatik (diese Reflexion fand in einem Artikel der Reihe II einen ersten Ausdruck). Darum ist auch in diesem Werk der neuen chromatischen, der „vielpoligen“ Artikulation eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet worden, was ein Zwölfton- oder irgendein arithmetisches Reihenverfahren vorteilhaft ersetzen konnte.