

Matthias Bonitz
Psalm 38
Kurz-Instrumentierung: 3 2 2 3 - 4 2 3 1, timp, perc(3), hp, str
Dauer: 13'
Chor: gemischter Chor
Instrumentierungsdetails:
kleine Flöte
Flöte
Flöte
Oboe
Oboe
Klarinette in B
Klarinette in B
Fagott
Fagott
Kontrafagott
Horn in F
Horn in F
Horn in F
Horn in F
Trompete in B
Trompete in B
Tenorposaune
Tenorposaune
Bassposaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug (3 Spieler)
Harfe
Violine I (12 Spieler)
Violine II (10 Spieler)
Viola (8 Spieler)
Violoncello (6 Spieler)
Kontrabass (5 Spieler)
Psalm 38
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Hörbeispiel
Werkeinführung
Die Komposition “Psalm 38” ist ein Pasticcio aus meinem weltlichen Oratorium “Wir sagen uns Dunkles” (bei UNIVERSAL EDITION verlegt).
Aus Anlass des schrecklichen Überfalls der Hamas am 7. Oktober 2023 habe ich diesen Teil (Pasticcio) als neue Partitur bearbeitet, um auf die Folgen des aufflammenden Antisemitismus am Beispiel von Paul Celan hinzuweisen.
Im 1.Teil des Oratoriums „Wir sagen uns Dunkles“ beziehe ich mich auf die Herkunft Celans.
Die Juden der Bukowina waren nach dem Ende des Ersten Weltkrieges noch lange Zeit die Bewahrer der deutschen Sprache und Kultur.
Der Dichter Paul Celan stammt von dort, „einer Gegend“, wie er selbst formulierte, „in der Menschen und Bücher lebten“.
Das Schicksal der Juden in der Nazi Zeit und deren Auswirkungen auf die Überlebenden wie Celan, der Zeit seines Lebens an einer „Überlebensschuld“ litt, ist Inhalt des 1. Teiles, hier instrumental eingeleitet durch Auszüge aus meinem Klavierquartett Schachnovelle (nach Stefan Zweig).
Auf Hebräisch folgt der Psalm 38 (2013 in Zusammenarbeit mit der jüdischen Kantorin Mimi Scheffer aus Berlin).