

Anton Webern
5 Stücke op. 10
Kurz-Instrumentierung: 1 1 2 0 - 1 1 1 0 - Schl(4), Hf, Cel, Harm, Mand, Git, Vl, Va, Vc, Kb
Dauer: 6'
Instrumentierungsdetails:
Flöte (+Picc)
Oboe
kleine Klarinette in Es
Klarinette in B (+Bkl(B))
Horn in F
Trompete in B
Posaune
Schlagzeug (4 Spieler): Glockenspiel, Xylophon, Glocken (davon einige tief), Herdenglocken, Triangel, Becken, kleine Trommel, große Trommel
Harfe
Celesta
Harmonium
Mandoline
Gitarre
Violine
Viola
Violoncello
Kontrabass
Webern - 5 Stücke op. 10 für Orchester
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Anton Webern
Webern: 5 Stücke - op. 10Instrumentierung: für Orchester
Ausgabeart: Partitur (Sonderanfertigung)

Anton Webern
Webern: 5 Stücke für Orchester - op. 10Instrumentierung: für Orchester
Ausgabeart: Taschenpartitur
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Hörbeispiel
Werkeinführung
Ähnlich wie die Bagatellen op. 9 haben auch diese Orchesterstücke eine verwickelte Entstehungsgeschichte. Zwei von ihnen (Nr. 1 und 4) entstanden 1911, die restlichen drei 1913, gleichzeitig mit einer größeren Anzahl teils bloß skizzierter, teils ausgeführter Orchesterstücke, von denen einige auch die Mitwirkung einer Singstimme vorsahen. Die Uraufführung fand 1926 unter Weberns Leitung in Zürich statt.
Das Orchester des op. 10 ist eigentlich ein Kammerorchester: Bläser und Streicher sind solistisch besetzt, aber auch dieses geringe Instrumentarium wird nie gemeinsam eingesetzt. Die Verwendung von Harmonium, Mandoline, Gitarre, Celesta, Glocken und Herdenglocken ist sicherlich durch Mahler (VI. bis VIII. Symphonie) angeregt worden, dem Weberns leidenschaftliche Bewunderung galt. Wie in den gleichzeitig entstandenen Bagatellen ist auch hier alles aufs Wesentlichste reduziert, das vierte Stück ist mit seinen sechs Takten Weberns kürzeste Komposition überhaupt. Lediglich das letzte Stück erreicht mit seinen 31 Takten die Dimensionen der Opera 5 und 6. Allerdings ist hier alles stiller, subkutaner geworden. Eine gewisse Rolle spielt bei der Instrumentation dieser Stücke wohl auch Schönbergs Idee der „Klangfarbenmelodie”: Das viermalige f am Ende des ersten Stückes etwa ist viermal anders gesetzt: zuerst Flöte allein, dann Flöte und gedämpfte Trompete, Trompete allein und schließlich Celesta. Diese Stücke gehören wohl zum Schönsten und Diszipliniertesten in Weberns Werk.
Manfred Angerer