

Georg Friedrich Haas
Open Spaces
Kurz-Instrumentierung: Schl(2), Vl(6), Va(2), Vc(2), Kb(2)
Dauer: 16'
Widmung: in memory of James Tenney
Instrumentierungsdetails:
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
1. Violine
2. Violine
3. Violine
4. Violine
5. Violine
6. Violine
1. Viola
2. Viola
1. Violoncello
2. Violoncello
1. Kontrabass
2. Kontrabass
Haas - Open Spaces für 12 Streichinstrumente und 2 Schlagzeuger
Gedruckt/Digital
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Georg Friedrich Haas
Haas: Open SpacesInstrumentierung: für 12 Streichinstrumente und 2 Schlagzeuger
Ausgabeart: Dirigierpartitur

Georg Friedrich Haas
Haas: Open SpacesInstrumentierung: für 12 Streichinstrumente und 2 Schlagzeuger
Ausgabeart: Studienpartitur (Sonderanfertigung)
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Hörbeispiel
Werkeinführung
Open Spaces ist für 12 umgestimmte Streichinstrumente und 2 Schlaginstrumente komponiert. Wie schon in mehreren meiner früheren Werke (Opern Nacht und Melancholia, 1. Streichquartett, Klavierkonzert Fremde Welten und andere) sind die Saiten der Instrumente mikrotonal umgestimmt. Mit den leeren Saiten können dann mikrotonale Akkorde realisiert werden, was zwei Vorteile bringt: einerseits eine hohe Sicherheit der Genauigkeit der Intonation und andererseits die Faszination des Klanges der leeren Saiten in einer wesentlich komplexeren Harmonik als dies in der traditionellen Stimmung möglich wäre.
In Open Spaces sind sechs der Streichinstrumente (1. - 3.Violine, je eine der beiden Bratschen, Violoncelli und Kontrabässe) in einem Obertonakkord auf dem Kontra-C (der tiefsten Saite des Kontrabasses) gestimmt, die anderen sechs Instrumente bilden in ihrer Stimmung einen 'Schatten' dieser Stimmung einen Sechstelton tiefer. Diese anderen, ein wenig tiefer gestimmten Instrumente haben aber die Möglichkeit, durch Greifen der Saiten ganz tief am Sattel (einen Sechstelton höher spielend als die leere Saite) den Unterschied auszugleichen und einen Einklang mit den anderen Instrumenten zu suchen. Ein und derselbe Akkord kann dann sowohl mit dem Klang von gegriffenen Saiten als auch mit dem Klang von leeren Saiten gespielt werden.
Open Spaces bezieht sich auf die Musik des 2006 verstorbenen amerikanischen Komponisten James Tenney, dessen musikalisches Denken und radikale Kompositionen starken Einfluss auf meine Arbeiten hatten. In Open Spaces greife ich Tenneys Technik, innerhalb eines Obertonakkordes frei zu 'wandern' ebenso auf wie das langsame Glissando in ruhigem Tremolo aus seinem Violinsolostück KOAN.
Georg Friedrich Haas