

Giacomo Meyerbeer
Maria und ihr Genius
Dauer: 8'
Chor: gemischter Chor
Maria und ihr Genius
Übersetzung, Abdrucke und mehr

Giacomo Meyerbeer
gemischter Chor (Maria und ihr Genius)Ausgabeart: Chorpartitur
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Werkeinführung
Giacomo Meyerbeers vergessene Schätze
Eine Edition von Musikern für Musiker
Leitung: Andrea Chudak
Notenmaterial: Max Doehlemann
gemischter Chor, Sopran-Solo, Tenor-Solo, Bass-Solo, Klavier
Die Kantate „MARIA UND IHR GENIUS“ komponierte Giacomo Meyerbeer zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Koniglichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Carl von Preußen am 26. Mai 1852. Er begann sein Werk am 30. April und arbeitete bis zum Tag der Auffuhrung daran.
Die Auffuhrung fand im Schloss Glienicke unter Anwesenheit des Kaisers und der Kaiserin von Russland, des Konigspaars sowie der Prinzessin von Preußen und weiteren gekronten Hauptern statt. Unter der Leitung von Kapellmeister August Neithardt gab die Koloratursopranistin Leopoldine Margarethe Tuczek-Herrenburg neben dem Berliner Domchor das Sopransolo.
Sie war an der Koniglichen Oper Berlin zu dieser Zeit engagiert und zwar nicht nur als Vielka in Meyerbeers Oper „Das Feldlager in Schlesien“ sondern auch als Frau Fluth in der Urauffuhrung von Otto Nicolais Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Den Tenorpart ubernahm Eduard Mantius, der von Konig Friedrich Wilhelm III. 1830 zum Sanger der Berliner Hofoper bestellt wurde und dort mit seinem klangvollen Tenor und schauspielerischem Talent als Tamino in Mozarts „Zauberflote“ beeindruckte - bald darauf auch außerhalb Berlins zu Beruhmtheit gelangte.
Den Text zu dieser Kantate lieferte Theodor Goltdammer (1801-1872), der nach seinem Studium der Rechte in Heidelberg und Berlin seine Tatigkeit in Breslau, Coslin und Frankfurt/Oder begann, ab 1839 im Justizministerium Berlin wirkte und 1841 zum Kammergerichtsrat und 1852 in das Geheime Tribunal berufen wurde. Neben strafrechtlichen Schriften verfasste er zahlreiche Gedichte („Preußenlieder“), Novellen und Schauspiele.
Fur den positiven Eindruck, den das Werk bei der Urauffuhrung hinterlassen hat, sprechen die versandten Abschriften, wie zum Beispiel am 01.06.1852 an den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach. Bis zum Sommer 1852 befasste sich Giacomo Meyerbeer mit der Vorbereitung der Notenausgabe, die in der Ausstattung Wilhelm Hensels noch im selben Jahr von Schlesinger in Berlin verlegt wurde.
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