
†28. Mai 1805
Luigi Boccherini wurde 1743 in Lucca (Italien) geboren. Er lernte bei seinem Vater das Cellospiel und ging als dreizehnjähriger Virtuose 1757 zu weiteren Studien nach Rom. Nach einigen Konzertreisen in Europa gelangte Boccherini nach Madrid, wo er sich endgültig niederließ. Zunächst war er Hofkomponist des Infanten Luis, später Kapellmeister der Herzogin von Benavente. Nach Verlust dieser Stellung lebte er in großer Armut und starb 1805 in Madrid.
Boccherini schrieb unter anderem 20 Symphonien, Solo-konzerte für Violine, Flöte, Cello und Cembalo, 91 Streich-quartette und 125 Streichquintette. Die Gitarre wird von ihm in einer Symphonia concertante und in 12 Streichquintetten verwendet, von denen vier als verschollen gelten. Besonders seine zahlreiche Kammermusik von rhythmisch und melodisch lebendigem, spielerisch-heiterem Charakter war zu seiner Zeit sehr beliebt. Er gilt als Schöpfer des Streichquintetts (meist mit zwei Celli).